Text Mail vom 5. April 2020/11:05

an alle Erziehungsberechtigten des Campus Moos

 

 
Liebe Eltern und Erziehungsberechtigte
 
Die erste Phase des Fernunterrichts geht nächste Woche zu Ende. Sie ist geprägt von einem enormen Engagement der Lehrpersonen, innerhalb weniger Tage einen Ersatzunterricht zu gestalten, der plötzlich asynchron Lerninhalte zu vermitteln hat und die Lernenden physisch nicht mehr spürbar lässt.
 
Eine Herausforderung auch für alle Familien: Plötzlich kommen zusätzlich Aufgaben dazu, die zuvor in der Distanz die Schule erledigte. Die Freude, mehr Zeit miteinander zu verbringen, wird teils mit der Last begleitet, seine Freiheiten einschränken zu müssen.
 
Mit grossem Respekt halte ich hier jedoch fest, dass Schule und Elternhaus in dieser aussergewöhnlichen Situation beeindruckende Leistungen erbringen!
 
Ein Dankeschön an Sie alle!
 
 
 
Wie kann die Phase 2 nun aussehen?
 
Zuerst vorweg: Das Ende des Fernunterrichts ist im Moment nicht voraussehbar. Ob nach den Frühlingsferien der analoge Unterricht wieder greift, wird wohl erst in den kommenden Tagen entschieden.
 
Sollte der Fernunterricht nach den Ferien weiter gehen, so wird sich dieser nach den Vorgaben des Kantons richten. Die entsprechenden Rahmenbedingungen werden in geeigneter Form mitgeteilt.
 
 
Geklärt sind im Moment die folgenden, für die Sekundar relevanten Fragen:
 
Während des Fernunterrichts erfolgen keine selektiven (« zeugnisrelevanten») Bewertungen.
 
Während den Ferien findet kein Fernunterricht/Unterricht statt.
 
Das Schuljahr 2019/2020 endet regulär im Juli 2020.
 
Umstufungen erfolgen nach regulärer Planung, die Zeugnisse im Sommer werden ausgestellt.
 
Übertritte in die Kurzzeitgymnasien und die Handels- bzw. Fachmittelschulen erfolgen regulär mit bestandener Prüfung, zusätzliche werden alle SchülerInnen zugelassen, die zu einer mündlichen Prüfung aufgeboten wurden.
 
 
 
Nun stehen zuerst die Festtage an.
Wohl nicht immer eine einfache Zeit, traditionelle Familientreffen müssen vielleicht entfallen, Freizeitangebote sind nicht zugänglich, Freund und Kolleginnen fern…
 
Das Web ist voll von Tipps, wie der Alltag nun zu gestalten sei, dass alles «toll, erfolgreich, spitze, ideal, optimal usw.» ist – ich lege hier keine weiteren Links dazu.
 
Schaffen Sie es, Ihre Kinder zu stützen und zu begleiten, ihnen Freiheit und Grenzen zu geben, sie in ihren Bedürfnissen zu erfassen, so tun Sie in jedem Fall Gutes für sie.
 
Bleiben Sie alle gesund und munter, tanken Sie alle viel Sonne und Wärme, machen Sie viel von dem, was sie schon immer von zu Hause aus (gemeinsam) wollten…
 
… und schalten Sie nun öfters die digitale Welt einfach ab und erforschen Sie das analoge Leben.
 
 
In dem Sinne eine sonnige Osternzeit!
Urs Metthez